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Seit 30 Jahren arbeite ich beruflich und noch länger ehrenamtlich
Mich interessiert vor allem das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. Im Mittelpunkt meiner Arbeit standen und stehen stets Organisationen, deren Mitglieder nicht durch Umstände oder Zwang gebunden sind, sondern durch Engagement und persönliche Leistung motiviert werden, sich bewähren und immer wieder neu legitimieren müssen. Von welchen Leitbildern andere und ich selbst dabei geprägt und angetrieben werden, war und ist für mich eine zentrale Frage. Ich habe dabei stets versucht , einen Bezug zwischen Theorie und Praxis herzustellen und bin zum Unternehmer (Maecenata Management) und zum gemeinnützigen Unternehmer (Maecenata Institut) geworden. Bewußt stelle ich mich immer wieder der Herausforderung, aktiv in Vorständen, Stiftungsräten und anderen Gremien mitzuarbeiten (Aktivitäten). In den letzten 20 Jahren habe ich mich in diesem Zusammenhang intensiv mit dem Stiftungswesen auseinandergesetzt, bin also gewissermaßen ein Philanthropologe. Ich sehe dabei die Stiftungen ausdrücklich in ihrer Einbettung in die ganze Zivilgesellschaft. Philanthropologie bedeutet für mich eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Ausdrucksform von bürgerschaftlichem Engagement. Heute treibt mich in erster Linie das Problem des richtigen Verhältnisses zwischen Freiheit und Ordnung unter den Bedingungen einer weltweiten Gesellschaft im 21. Jahrhundert um, für die offenkundig das aus dem 20. Jahrhundert stammende Verhältnis zwischen Staat, Markt und Zivilgesellschaft nicht mehr tragfähig ist. Kurz gesagt: wir brauchen mehr Freiheit, um die nötige Kreativität zur Lösung unserer Probleme freizusetzen, nicht immer mehr Aufsicht über unser Leben (Download). Zu diesen Fragen habe ich mich vielfach auch öffentlich theoretisch und praktisch geäußert – in Büchern, Buchbeiträgen und Zeitschriften (Publikationen), aber auch in Seminaren, Vorträgen, Diskussionen, Gesprächen mit Journalisten usw. Nach meinem Magisterexamen habe ich nicht erwogen, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben. Nach langer praktischer Tätigkeit habe ich aber in den letzten Jahren auch zur Forschung zurückgefunden, als mir zunehmend klar wurde, wie mangelhaft die Theoriebildung der Zivilgesellschaft in Deutschland war. Heute macht es mir Freude, wieder wissenschaftlich zu arbeiten; meine Lehraufträge an der Humboldt Universität zu Berlin und der Universität Münster nehme ich gern wahr. Ich versuche, den Austausch mit den hauptberuflich wissenschaftlich tätigen Kolleginnen und Kollegen zu pflegen und bin mir zugleich des Vorsprungs auch mancher jüngeren unter ihnen wohl bewußt. (Kontakt). Ein spezifischer Beitrag, den ich, denke ich, erbringen kann, ist die enge Verknüpfung von praktischer Erfahrung und theoretischen Zugängen einerseits, und die Aufbereitung von beidem für einen öffentlichen Diskurs und politisches Handeln andererseits. Den Zugang zur Politik habe ich stets gesucht und an mehreren Stationen meines Lebens auch gefunden. Zivilgesellschaftspolitik, aber auch Europapolitik ganz allgemein und europäische Kulturpolitik sind Themen, die ich gern verstärkt in der politischen Arena behandelt sehen würde. Meine Heimat ist Europa. Das historisch einmalige Experiment des freiwilligen Zusammenwachsens unseres Kontinents halte ich nicht nur für notwendig, sondern für zutiefst begrüßenswert. Die Vollendung der europäischen Einigung als föderales System der Regionen ist für mich neben der Schaffung einer vom Menschen her gebildeten politischen Ordnung, in der sich Zivilgesellschaft, Markt und Staat gleichrangig als gesellschaftliche Aktionsfelder entfalten, das spannendste Projekt des 21. Jahrhunderts. Die wachsende Überzeugung, daß in dieser Ordnung der Bezug zu Gott nicht primär ein kulturelles Erbe, sondern ein existenzielles Paradigma darstellt, fordert mich zu intensiver Beschäftigung mit Grundfragen der Religion heraus. Was gibt es sonst über mich zu sagen? Meine väterliche Familie gehört zum schlesischen Uradel. Der Nachname kommt von einem Ort nahe Breslau, heute Strachowice, Breslaus Flughafen. Die Familie lebte unter polnischer, böhmischer und preußischer Herrschaft in Schlesien und wurde 1945 vertrieben. Heute geht es mir wie meinen Verwandten vor allem um dauerhafte Freundschaft mit den polnischen Nachbarn. Über viele Kontakte mit polnischen Freunden bin ich glücklich. (Zur Familie Strachwitz: www.strachwitz.net). Meine Mutter, geb. Greene, stammte aus einer englischen Gentry-Familie und war selbst Schriftstellerin. Aufgewachsen bin ich zum Teil in Italien, zum Teil in Bayern, wo ich die längste Zeit meines Lebens auch gelebt habe und wo meine Kinder geboren sind. Ich bin praktizierender katholischer Christ. Es ist unter diesen Umständen wohl nicht erstaunlich, daß ich über meine Herkunft nur sagen kann, ich bin ein katholischer Europäer schlesischer Herkunft mit deutschem Paß. Ich habe nebenbei auch Kunstgeschichte studiert, liebe ältere und zeitgenössiche Architektur und Bildende Kunst, liebe klassische Musik und interessiere mich darüberhinaus besonders für geistesgeschichtliche, religionsgeschichtliche, kulturgeschichtliche und allgemeine historische Zusammenhänge, daher auch für Kulturerbe und Denkmalpflege. Ich habe zwei Kinder (geb. 1978 und 1980), einen Schwiegersohn und ein Enkelkind und lebe jetzt allein - in Berlin und Oberbayern. |
For over 30 years, I have been involved in
as
Since my student days, I have always taken an interest in the relationship between the individual and society. My professional life has focussed around organizations the members of which were not bound by external conditions but were motivated by their engagement and had to legitimize themselves by their own achievements. What principles they - and indeed I myself follow in so doing, is a fascinating issue. That I have always tried to bring theory and practice together, I therefore believe to be a logical consequence, as has the fact that I became an entrepreneur, by starting both a for-profit consultancy (Maecenata-Management) and a not-for-profit research institution (Maecenata Institut). On a number of occasions, I have accepted the challenge to sit on boards and other decision making bodies of a wide range of charities (Activities). Over the last twenty-odd years, philanthropy and foundations have been my specific field of interest. I might be called a philanthropologist. Importantly, however, I see foundations as part of civil society, and philanthropology as a critical assessment of this particular form of civic engagement. Today, my prime concern is the relationship between freedom and order under the conditions of 21st century world society, and particularly the relationship between the state, the market, and civil society, given that the 20th century system cannot possibly survive. In a nutshell, we need more freedom to develop the creativity needed to find solutions to the challenges we are facing, not tighter controls over our lives (Download). These issues have been the topic of numerous publications – books, and contributions to books and journals (Publications) both at a theoretical and a practical level. Also, I regularly teach and speak on these subjects at educational institutions, conferences, in lectures, and with the media. After graduating I had not intended to take up an academic career. But after many years of practical field work, I found my way back to academia, when I realized to what extent civil society in Germany lacked theory. Today I am happy to be able to do research work as well as continuing as a consultant. I enjoy teaching at Humboldt University in Berlin and Muenster University and keeping in touch with my full-time academic colleagues, while being well aware that with many of them I will never be able to compete. (Contact). A specific contribution I believe I can make ist to combine practical experience and a theoretical approach, as well as presenting both in a public and political arena. I have always, and at some points quite successfully attempted to be involved in politics. Civil society policy on one hand, and European policy, and specifically European cultural policy on the other, are topics I would like to see more attention devoted to in the political arena. My home is Europe. The historically unique experiment of our continent growing together by the free will of all is a phenomenon I do not just believe to be necessary but one I applaud. To complete the process of European unity as a federal system of regions is for me the most interesting challenge of the 21st century besides the establishment of a political order that evolves from the human being and sees civil society, the market, and the state as equal fields of societal action. The increasing conviction that within this order the relationship with God is not primarily a cultural legacy but a basic paradigm of our existence, makes me devote much attention to basic issues of religion. What else is there to say? My father’s family belonged to the Silesian aristocracy. The name Strachwitz was taken from a village near Breslau (Wroclaw), today called Strachowice and the site of Breslau’s airport, in the 13th century. The family lived in Silesia under Polish, Bohemian, and Prussian rule, and was expatriated in 1945. Today, like most of my relations, I make it my business to develop close and friendly ties with our Polish neighbours and have been fortunate to find a whole range of good friends in Poland (For more about the family: see www.strachwitz.net). My mother, née Greene, came from an English gentry family, and was an author and editor of books in her own right. Part of my childhood was spent in Italy. Another in Bavaria, where I have since lived for the larger part of my life and where my children were born. I am a practicing Roman Catholic. Under these circumstances, it is hardly surprising that all I can say about my affiliation is that I am a Catholic European of Silesian origin with a German passport. At university, I also studied history of art; I take an interest in old and modern architecture and visual arts, am very fond of classical music, and enjoy studying the relationship between history, civilization, religion, and the arts. In this context, cultural heritage is a special point of interest. I have 2 children (born in 1978 and 1980), a son-in-law and one grandchild and live in Berlin and in southern Bavaria. |
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